Herbstlager

Sonntag, 9. Oktober um halb 11 Uhr:

Viele aufgeregte Kinder mit noch aufgeregteren Eltern. Alle freuen sich auf die kommende Woche und sind gespannt, was passieren wird. Vorerst nicht viel – wir nehmen die S25 direkt an den HB, von dort geht es weiter Richtung Stadelhofen.

Der folgende Bericht wurde von den Kindern direkt im Lager geschrieben.

Auf dem Sechseläutenplatz, treffen wir auf Kasperli. Er arbeitet für König Ratata. Ratata ist ein sehr anspruchsvoller König. Kasperli braucht unsere Hilfe, um dem König alle Wünsche erfüllen zu können. Da wir als Gegenleistung eine Woche in König Ratatas Schloss leben dürfen, bieten wir unsere Hilfe an. Doch bevor wir ins Schloss dürfen, müssen wir ein Geschenk für den König besorgen. Leider hatten wir nur zehn Eier dabei. Also teilen wir uns auf, um die Eier gegen einen immer grösseren Gegenstand zu tauschen. Wir ergatterrn viele Sachen (für uns springt auch das eine oder andere heraus!):

Eine Eisbärmütze, Ballontiere, Gummibärli, Gipfeli, Marroni, Pommes, eine Karussellfahrt und Wimperntusche!

Mit den Geschenken im Rucksack geht es nun auf zum Schloss. Wir nehmen das Forchbähnli bis zur Haltestelle Forch und von dort führt der Weg in gut 20 Minuten zu Fuss zum Schloss. Nach dem beschwerlichen Weg haben wir genug Zeit um ‚Einzupuffen‘. Danach geht es weiter mit einigen Spielen, die testen sollen, ob wir fähig sind, dem König richtig zu dienen. Als Belohnung winken feine Käsespätzli.

Nach dem Nachtessen werden Pfadilieder gemeinsam gesungen, danach gehts für alle erschöpft ins Bett. Als Bettmümpfeli hören wir ein spannendes Kasperlitheater.

Tageshighlights: Ankunft, Wanderung, Eiergame

Autoren: Ferox, Kenay, Dario, Zoe, Lisa

 

Montag 10. Oktober:

Am frühen Morgen gab es Morgensport mit der Prinzessin. Das war sehr anstrengend, hat uns aber aufgeweckt. Danach gab es das wohlverdiente Frühstück.

Nach den Ämtli folgte ein Spielturnier bis zum Mittagessen. Danach ging es weiter mit dem Rudelnachmittag. Jedes Rudel durfte diesen Nachmittag nutzen, um etwas Spannendes mit dem Rudel zu erleben oder etwas Cooles zu basteln.

Die Wontollas begannen ihr Rudelbuch zu gestalten und Feuer zusammen zu machen.

Den Ikkis und Hattis wurde der ‚Zvieri’ von zwei mysteriösen Personen gestohlen. Sie folgten einer Sägemehlspur und fanden einen Teil ihres Zvieris schliesslich am Ende der Spur. Den Rest des ‚Zvieris‘ (Inhalt für die gefüllten Äpfel) fanden sie im Pfadiheim. Diese wurden danach genüsslich vor dem Heim verzehrt. Schlussendlich spielten sie noch einige Runden Rundlauf am Tischtennis-Tisch.

Shir-Khan nahm den grossen Weg nach Zürich auf sich, um ins Zoologische Museum zu gehen. Leider merkten sie erst im Zug, dass das Museum am Montag zu hat. Da die Shir-Khans mit vielen Kuchenverkäufen Geld angehäuft hatten, spazierten sie durch die Stadt und jedes Kind durfte sich einen Zvieri‘ aussuchen.

Am Abend gab es noch ein Pfadiquiz, mit vielen spannenden und lustigen Fragen.

Tageshighlight: Sägemehlspur verfolgen, Pingpong und Englische Bulldogge, Feuer machen, Quiz

Autoren: Aurora, Tara, Luca, El-Nino, Mistral

 

Dienstag, 11. Oktober:

Kasperli platzt mitten ins Frühstück rein und erzählt uns schockiert, dass Prinzessin Silberhaar zum Spiegelweiher gehen möchte! Wenn man in den Spiegelweiher schaut, wird man aber in ein Tier verwandelt. Prinzessin Silberhaar’s grosser Bruder Prinz Eugen ist bereits verwandelt worden. Daher wollen wir natürlich verhindern, dass auch die Prinzessin ein Tier wird!

Wir folgen ihrer Spur zusammen mit Kasperli und absolvieren gleichzeitig unsere Tageswande-rung. Nach einigen Schwierigkeiten, finden wir bei der Dolder Eisbahn einen Gratisbus, der uns den letzten Teil des Weges abnimmt. Ein eher ungewöhnliches Mittagessen, gibt es vor dem Zoo: Fajitas. Etwas schwierig zum Essen, aber keiner hat sich beklagt, denn wer mag den schon keine Fajitas??

Nach dem Mittagessen, dem Hände- und Gesichtwaschen, machen wir uns auf in den Zoo.

Bei den Pinguinen verschlägt es Kasperli die Sprache. Er sieht Prinzessin Silberhaar verzaubert als Fisch im Teich. Nur durch ein Kasperlitheater kann unsere hübsche Prinzessin wieder zur Prinzessin zurückverwandelt werden. Da wir aber keine Kasperlipuppen im Zoo dabei haben, entschliessen wir uns, mit einem Quiz von der traurigen Tatsache abzulenken und somit die Tiere des Zoos näher kennenzulernen.

Lieblingstiere der Kinder: Yak, Fisch, Pinguin, Schlangen

Lieblingstiere der Leiter (Phönix & Spike) : Chamäleon, Nasenbär

In der Masoalahalle sehen wir so viele Tiere wie noch NIE zuvor.

Der Heimweg ist mühsam, da wir etliche Male umsteigen müssen. Als wir endlich im Schloss ankommen, sind alle total erschöpft. Nach dem Nachtessen beginnt das Kasperlitheater. Endlich sind Prinzessin Silberhaar und Prinz Eugen wieder erlöst! König Ratata bedankt sich herzlich, dass er seine beiden Kinder wieder zurück hat.

Nach diesem anstrengenden Tag schauen wir den Film Dschungelbuch.

Tageshighlight: Forchdenkmal, die gefürchige Schlange, Masoalahalle, der Tiger, Elefantenhaus

Autoren: Agun, Carita, Hanno, Parvus, Abu

 

Mittwoch, 12.Oktober:

Wir werden beim Frühstück von Kasperli und seiner Grossmutter besucht. Die Grossmutter hat grosse Schmerzen sie bittet um unsere Hilfe. Da stösst Frau Doktor Wunderlin dazu und bietet ihre Hilfe an. In ihrem grossen Apothekerbuch sucht sie eine Medizin für alles, aber genau die Seite mit der benötigten Indianermedizin fehlt.

Wir finden einige Hinweise, die uns zu der Seite führen sollten, vor dem Heim, und über einige Umwege entdecken wir die fehlende Seite schlussendlich beim Heim selber. Nun müssen wir mit dieser Seite ins Indianerland, da nur ein echter Medizinmann diese Medizin herstellen kann. Kasperli geht voraus und schickt uns die genauen Angaben, wie wir auch dorthin gelangen.

Wir nehmen also auf Kasperlis Anweisungen den Zug bis Waltikon, von dort aus geht es noch zehn Minuten zu Fuss bis zum Hallenbad. Wir verbringen schöne Stunden im Hallenbad und werden dann durch unser Ritual und den Zauberspruch „Eis, Zwei, Drüü im Indianerland mir wänd si“ von einem Moment auf den anderen ins Indianerland versetzt. Als wir aus dem Hallenbad rauskommen, sehen wir noch keine grossen Veränderungen, aber zurück beim Heim steht ein kleines Indianerzelt. Der Häuptling Adleraug und seine Tochter Sunneschii tauchen auch sofort auf. Sie erzählten uns, dass der grosse böse Medizinman Maramagamaki dem Indianermeiteli Sunneschi und seinem Vater Adleraug an den Kragen gehen möchte. Denn der Häuptling Adleraug behauptete, dass Maramagamaki ein schlechter Medizinmann sei, weil er durch die bittere Medizin des Medizinmannes ein bitteres Gesicht bekommen hat. Daraufhin hat Maramagamaki die Friedenspfeiffe zerbrochen und das Kriegsbeil ausgegraben.

Tageshighlight: Hallenbad, Essen (Bami Goreng mit Jojos Rezept), Schnitzeljagd, Frässpäckli

Autoren: Mikko, Timo, Furby, Lemming, Scoscie

Mitten in der Nacht werden wir vom Kasperli und einem Geist geweckt, der Kriegspfad sei jetzt frei begehbar dank eines Schutzwalls. (Dadurch können wir ohne vom bösen Medizinmann angegriffen zu werden diesen begehen) Wir gehen zum bösen Medizinmann Maramagamaki, um die Medizin zu bekommen. Diese muss aber vorher ausprobiert werden. Sunneschiili stellt sich zur Verfügung. Er stellt uns dreimal den falschen Trank her, von ‚depressiv‘ bis ‚alles egal’ erlebt das kleine Sunneschiili alle Emotionen. Da der verwirrte Medizinmann am Trank herumpröbelt, löst sich der Schutzwall auf, wir werden von seiner Crew angegriffen und müssen ohne Sunneschi flüchten. Diese wurde nämlich vom bösen Maramagamaki gefangen genommen.

 

Donnerstag 13.Oktober:

Indianerhäuptling Adlerauge kam zum ‚Zmorge’, um seine Tochter zu suchen, die gestern entführt wurde. Wir mussten nach dem ‚Zmorge‘ einige Challenges bestehen, um vom Medizinmann die Medizin für Grosi zu bekommen (und natürlich Indianertöchterli Sunneschii zurückzuerhalten). Jedoch hatte uns der Medizinmann wieder einmal übers Ohr gehauen und uns die fertig gebraute Medizin nicht wie abgemacht gegeben, sondern ist mit der Medizin und dem Indianermeitli abge-hauen.

Er liess jedoch einen Zettel fallen mit Ort und Zeitangabe. (21:15, vor dem Heim)

Wir brätelten Würstli zum Zmittag und hatten dank der Frässpäcklis für die Allgemeinheit viel Kuchen und sonstige Süssigkeiten als Dessert. Anschliessend bastelten wir viele verschiedene Indianersachen. (Regenrohre, Traumfänger, Pfeil & Bogen)

Nach dem Abendessen versammelten wir uns vor dem Haus und fanden sofort eine leuchtende Spur. Wir folgten dieser und wurden am Ende der Schnur angegriffen. Uns fiel auf, dass uns zwei Kinder fehlten. Wir beschlossen, uns also sofort zum Schamanen zu begeben. Dieser gab uns einen Tipp, wo wir Federn finden, die uns unsichtbar machen. Wir konnten diesen Weg aber nicht alle zusammen gehen, also liefen die Einen ganz alleine den Weg und die Anderen in Zweier- oder Dreiergruppen. Am Ende dieses Weges fiel uns auf, dass wieder zwei Kinder fehlten. Jedoch hatten wir die Federn gefunden und bereiteten uns auf einen Angriff auf die Bösen vor. Da wir unsichtbar waren, erwarteten wir, dass dies die Indianer schön verwirren würde. Also machten wir uns unsichtbar auf den Weg, um alle unsere Kinder und das Indianermeitli Sunneschii zu befreien.

Es gelang uns Gottseidank! Zurück im Pfadiheim wurden die Entführten mit einer Taufurkunde und Schoggi-/Vanillecreme als Dessert belohnt.

Tageshighlight: Basteln, Pfeilbogen basteln, Traumfänger basteln, Tränke machen im Geländegame, selber Feuer machen

Autoren: Wenting, Iiwi, Nemanja, Samira, Laura

 

Freitag, 14.Oktober:

Der letzte Tag vor Abreise beginnt mit einem guten Brunch, danach besucht uns der Indianer-häuptling und ist überglücklich, seine Tochter zurückzuhaben.

Er lädt uns zu seinem Dorffest ein. Wir verbringen also den ganzen Mittag/Nachmittag an diesem Fest. (Büchsenschiessen, Ping-Pong spielen, Gesichter schminken, Kartenspielen und viele weitere Spiele und Aktivitäten)

Natürlich darf auch das Spezialabendessen nicht fehlen. Die Reihenfolge des Essens (Salat, Hauptgang und Dessert) ist anhand eines verschlüsselten Fragebogens, den die Kinder ausfüllen durften, ermittelt worden. Ebenfalls mit Fragebogen wurde ermittelt, welches Besteck die Kinder für welchen Gang erhalten würden. Auf jedem Tisch stehen einige Kerzen und die Leiter bedienen an diesem letzten Abend die Kinder. Selbst der Abwasch wird komplett vom Leiterteam übernommen. Nach dem „Superznacht“ gibt es noch einen coolen Abschlussabend, den die Kinder am liebsten bis tief in die Nacht weitergeführt hätten….

Nach einem gelungenen letzten Tag fallen alle erschöpft ein letztes Mal auf ihre Matratzen im Lagerhaus.

 

Samstag, 15.Oktober:

Letzter Tag = Putztag. Die Kinder spielten draussen und der grösste Teil der Leiter kämpfte mit dem kaputten Staubsauger oder sonstigen Haushaltsproblemen. Wir kamen jedoch gut voran, da wir schon am Vorabend die gröbsten Sachen erledigt hatten. Die Heimabnahme verlief fast reibungslos, sodass es auch Mumin und ich noch pünktlich auf den Zug schafften. Glücklich, aber total erschöpft kamen wir am Seeplatz an.

Es war ein tolles Lager und wir sind froh über alle unvergesslichen Momente und darüber, dass das Lager unfallfrei über die Bühne ging. Auf ein nächstes Mal!!

(M)

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